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KVV Sommersemester 2005

Alle Veranstaltungen finden Sie auch im Online-Vorlesungsverzeichnis der Universität Heidelberg.

Dr. Eurich

Karl 2

11.04.2005, 10-13

Einführung

Einführung in das diakoniewissenschaftliche Studium

Zielgruppe: StudieninteressentInnen und Neueingeschriebene der DWI-Studiengänge

Teilnahmevoraussetzungen: Keine

Termin: Mo, 11.04 2005, 10-13 h

Der Einführungstag will interessierten Studierenden und Examinierten aller Wissenschaften Informationen zu den Zulassungs- und Studienmöglichkeiten des DWI, zu Anerkennungs- und Prüfungsordnungsfragen, zu Studieninhalten und beruflichen Perspektiven vermitteln.
Darüber hinaus sollen neu eingeschriebene Studierende der diakoniewissenschaftlichen Schwerpunkt- und Ergänzungsstudiengänge Hinweise für den Beginn ihres Studiums am DWI bekommen: Arbeitsweise und Veranstaltungen, Personelles und Aktuelles, Räumlichkeiten und Bibliothek, Literatur etc.

  

Prof. Schmidt

Karl 2

Di 11-13

V

Theorien der Gesellschaft (Diakonische Sozialtheologie III)

Zielgruppe: Studierende aller Semester und Fachrichtungen

Teilnahmevoraussetzungen: keine

Arbeitsaufwand/Woche: abhängig von der Intensität der Nacharbeit

Leistungsnachweis: mdl. Vorlesungsprüfung

Beginn: Di, 12.04.2005

In der Sozialwissenschaft werden derzeit mehrere gesellschaftliche Charakterisierungen diskutiert, die versuchen, der Gesellschaft eine bestimmte Kontur zu verleihen, indem sie sie mit einem Präfix versehen. So werden verschiedenste Begrifflichkeiten generiert, von denen Wissens-, Risiko- oder Informationsgesellschaft wohl die populärsten sind. In der Vorlesung werden die wirksamsten Modelle bzw. Theorien vorgestellt und es wird gefragt, ob sie einen angemessenen theoretischen Versuch darstellen, die gesellschaftlichen Entwicklungen der Gegenwart zu erfassen.
Die einzelnen Konzepte und Autoren nähren Befürchtungen und Hoffnungen. Was und Wer verbirgt sich hinter diesen Konzepten? Welche Namen verstecken sich darin? Wie sind sie aus theologischer Sicht zu beurteilen? Die Vorlesung soll einen Überblick vermitteln und Kriterien für eine theologisch-ethische und diakoniewissenschaftliche Beurteilung gegenwärtiger Gesellschaftskonzepte zugänglich machen. 

LITERATUR: Dirk Käsler, Klassiker der Soziologie, Bd. 2. Von Talcott Parsons bis Pierre Bordieu, München, 3. Auflage, 2002; Georg Kneer, Klassische Gesellschaftsbegriffe der Soziologie, München 2001; Carsten Stork/Christian Lahusen, Theorien der Gesellschaft. Einführung in zentrale Paradigmen der soziologischen Gegenwartsanalyse, München 2002.

 

Prof. Herrmann

Karl 2

Di 18-20

V

Theorien der Sozialen Arbeit von Thomas von Aquin bis Hans Thiersch

Zielgruppe: Studierende der Theologie und /oder der Diakoniewissenschaft

Teilnahmevoraussetzungen: keine

Arbeitsaufwand/Woche: 4-5 h

Leistungsnachweis: Referat oder Hausarbeit

Beginn: Di, 12.04.2005

Soziale Arbeit geschieht in der Gegenwart und mit Blick auf sich neu eröffnende Zukunft. Wer sie professionell betreibt, muss aber auch um ihre Geschichte wissen. Anhand ausgewählter Ansätze von Thomas von Aquin bis zu Hans Thiersch sollen die Entwicklungslinien und Brüche in der Sozialen Arbeit betrachtet werden. Dabei sind ebenso die jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der jeweiligen Konzeptionen. Zudem wird das Verhältnis von Sozialer Arbeit und diakonischer Arbeit eine Rolle spielen.

LITERATUR: Seminargrundlage (zur Anschaffung empfohlen!): Ernst Engelke, Theorien der Sozialen Arbeit. Eine Einführung, Freiburg ²1999, ISBN 3-7841-0891-1, 23,10 Euro.
Zusätzliche Literatur: Christian Niemeyer, Klassiker der Sozialpädagogik. Einführung in die Theoriegeschichte einer Wissenschaft (Grundlagentexte Pädagogik), Weinheim/München 1998, ISBN 3-7799-0358-X, 19 Euro.

  

Prof. Müller

Karl 2

Mo 11-13

S

Biblische Grundlagen der Diakonie (Diakonie I)

Zielgruppe: Alle Interessierten

Beginn: Mo, 18.04.2005

Im Zusammenhang gegenwärtiger Problemfelder und Rückfragen an das Selbstverständnis der Diakonie sollen biblisch-theologische Orientierungen zum Zuge kommen. Die gesamtbiblische Verwurzelung der Diakonie soll für die notwendige Verständigung über Grund- und Zielperspektiven der Diakonie heute fruchtbar gemacht werden. �Gesamtbiblische Grundlagen� meint dabei betont zwei Teile des biblischen Kanons und widmet sich mit besonderem Interesse auch den alttestamentlichen Impulsen für die Ausbildung des Verständnisses von Diakonie. Gerade in den Traditionen der Hebräischen Bibel ist eine Zusammenschau von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit angelegt, ohne die eine Bestimmung des Diakonie-Begriffes schwerlich �biblisch� genannt werden könnte. 

LITERATUR: Schäfer, G.K./Strohm, Th. (Hgg.), DIakonie � Biblische Grundlagen und Orientierungen. Ein Arbeitsbuch (VDWI 2), Heidelberg, 3. Auflage, 1998 (Hörerscheine im DWI erhältlich). 

 

Prof. Schmidt

Uni Mannheim

Mo 17-20

S

Konzeptionen von Gesellschaft und ihre Bedeutung für die theologische Ethik (auch Diakonie I, auch EPG I)

Zielgruppe: Studierende aller Semester und Fachrichtungen

Arbeitsaufwand/Woche: 4-5 h

Leistungsnachweis: Referat oder Hausarbeit

Beginn: Mo, 11.04.2005

 

Dr. von Hauff

Karl 2

Di 14-16

S

Gestalten der Diakonie von Debora bis Francke (Diakonie II)

Zielgruppe: StudienanfängerInnen, Mittlere Semester, Höhere Semester, ExamenskandidatInnen, DoktorandInnen und/oder alle Interessierten

Arbeitsaufwand/Woche: 2 h

Beginn: Di, 12.04.2005

Die Geschichte der Diakonie beginnt vordergründig mit dem 19. Jahrhundert. Ihre Wurzeln aber liegen bereits in biblischer Zeit. Anhand von Lebensbildern aus verschiedenen Epochen soll diakonisches Wirken in einen größeren Zeitrahmen gestellt werden. Dass unter dem Begriff Diakonie zu ver­schiedenen Zeiten Unterschiedliches verstanden werden kann und darunter sowohl die praktische Nächstenliebe als auch der Dienst am Wort und nicht zuletzt sozialpolitisches Handeln subsumiert wird, soll in diesem Seminar deutlich werden.

Zugleich soll Leben und diakonisches Wirken der ausgewählten Frauen und Männer sichtbar werden lassen, dass Lebensgeschichte und Tätigkeit nicht nebeneinander herlaufen, sondern einander bedingen. Dabei soll die dem Engagement zugrunde liegende Motivation � religiös und/oder sozial­politisch � genauer betrachtet werden. Es ist zu fragen: Welche Nöte forderten den Einsatz der Protagonisten heraus? Welche Ziele setzten sie sich? Welche politischen (ggf. auch religiösen) Bedingungen erschwerten oder erleichterten ihre Tätigkeit? Welche Grenzen waren ihrem Einsatz gesetzt? Welche finanziellen Mittel standen ihnen zur Verfügung? Wie wirkten Männer und Frauen miteinander, nebeneinander und zu manchen Zeiten gewiss auch gegeneinander? Lässt sich ihr Handeln aus ihrem Geschlecht und/oder ihrer gesellschaftlichen Schicht herleiten? Auf welche Hilfsorganisationen konnten sie zurückgreifen? Antworten sollen Quellentexte und Sekundärliteratur geben.

LITERATUR: Gerhard Uhlhorn, Die christliche Liebestätigkeit, Neukirchen 1959 (und andere Auflagen);
Gottfried Hammann, Die Geschichte der christlichen Diakonie. Praktizierte Nächstenliebe von der Antike bis zur Reformationszeit, Göttingen 2003. Texte zu den einzelnen Gestalten werden im Seminar bekannt gegeben.

 

 

Proff. Schmidt/Weber

Pädagogische Hochschule (INF)

Do 10-12

S

Brennpunkte der Diakoniegeschichte (Diakonie II)

Zielgruppe: Alle Interessierten

Arbeitsaufwand/Woche: 4-5 h

Leistungsnachweis: Referat oder Hausarbeit oder Unterrichtsentwurf mit Vorarbeiten

Beginn: Do, 14.04.2005

Mit Brennpunkten der Diakoniegeschichte sind solche geschichtliche Entwicklungen, Erscheinungen und Personen gemeint, die für die Identität christlich-sozialen Handelns prägend geworden sind. Dazu gehören biblische Zusammenhänge, Entwicklungen und Gestalten der Aufklärung des Pietismus und der Erweckungsbewegung sowie die so genannten Väter (und Mütter) von Innerer Mission und Diakonie im 19. Jahrhundert. Für die sozialstaatliche Einbindung und kirchliche Verankerung ist hingegen das 20. Jahrhundert die bedeutsamste Epoche. Das Seminar soll exemplarisch solche identitätsbildenden Faktoren verständlich machen und befähigen, die Frage nach ihrer heutigen Relevanz für christliches Helfen und soziale Verantwortung zu erörtern. Die Seminarinhalte können auch für die Vorbereitung von Unterricht in Religion, Geschichte, Gemeinschaftskunde und im Fächer übergreifenden Bereich verwendet werden.

Literatur zur Einführung: Schäfer, Gerhard/Strohm, Theodor (Hgg.), Diakonie � biblische Grundlagen und Orientierungen, 3. Auflage 1998;
Kaiser, Jochen-Christoph (Hg.), Soziale Arbeit in historischer Perspektive. Zum geschichtlichen Ort der Diakonie in Deutschland, Stuttgart 1998;
Die Macht der Nächstenliebe. Einhundertfünfzig Jahre Innere Mission und Diakonie 1848-1998, hg. v. Ursula Röper u. Carola Jüllig im Auftrag des Deutschen historischen Museums und des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland anlässlich der gleichnamigen Ausstellung, Berlin 1998 (nicht mehr im Buchhandel, aber in Bibliotheken, z.B. DWI).

  

Prof. Schmidt/Dr. Eurich in Zusammenarbeit mit den Johannes-Anstalten Mosbach

Karl 2

Di 16-18

S

Diakonie zwischen ökonomischen Imperativen und diakonisch-sozialen Zielvorstellungen im Arbeitsfeld Menschen mit Behinderungen (Diakonie III)

Zielgruppe: Studierende einschl. StudienanfängerInnen des diak.-wiss. Studiums sind willkommen

Arbeitsaufwand/Woche: 4 h

Leistungsnachweis: Hausarbeit

Beginn: Di, 19.04.2005

Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit den Johannes-Anstalten Mosbach durchgeführt und reflektiert daher verstärkt praktische Vollzüge in der Hilfe für behinderte Menschen. Besondere Kenntnisse in diesem Handlungsfeld werden nicht vorausgesetzt. In den ersten Sitzungen wird ein Überblick über Arbeitsfelder und Konzeption der Johannes-Anstalten gegeben, bevor spezifische Theorieansätze (Dezentralisierung, Teilhabeorientierung) sowie die sozialrechtlichen Grundlagen thematisiert werden. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf den Chancen und Schwierigkeiten der neuen ökonomischen Steuerungskriterien (Qualitätsmanagement, Controlling, strategische Führung).

LITERATUR: Britta von Schubert, Behinderung und selbstbestimmtes Leben, Heidelberg 1995;
Nils Petersen, Geistigbehinderte Menschen im Gefüge von Gesellschaft, Diakonie und Kirche, Münster 2003;
J. Eurich/A. Langer, Gerechtigkeit für behinderte Menschen, in: Rubin 14/2004, 29-35.

  

 

Dr. Eurich

Karl 2

Mo 9-11

S

Diakonische Gemeindebildung (Diakonie III)

Zielgruppe: Studierende einschl. StudienanfängerInnen des diak.-wiss. Studiums sind willkommen

Arbeitsaufwand/Woche: 4 h

Leistungsnachweis: Referat/Hausarbeit

Beginn: Mo, 18.04.2005

Das Seminar wird in den ersten Sitzungen die ekklesiologischen Grundlagen einer diakonischen Gemeinde erörtern. Auf dieser Grundlage aufbauend werden im zweiten Teil verschiedene Ansätze diakonischer Gemeindebildung vorgestellt. Dabei wird jeweils die Theorie-Konzeption diskutiert und am Beispiel bestehender diakonischer Kirchengemeinden betrachtet werden. In den letzten Sitzungen wird es um Strukturen, Ziele und Grenzen diakonischer Gemeindebildung gehen. Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit Pfr. Barth durchgeführt, der in der Evangelischen Kapellengemeinde Heidelberg eine diakonische Kirchengemeinde aufbaut.

LITERATUR: P.-H. Zellfelder-Held: Solidarische Gemeinde, Neuendettelsau 2002;
'
Arnd Götzelmann (Hg.), Diakonische Kirche. Anstöße zur Gemeindeentwicklung und Kirchenreform, Festschrift für Theodor Strohm (VDWI 17), Heidelberg 2003 (Hörerscheine im DWI erhältlich).

 

 

Dr. Zimmermann

Karl 2

Mo, 14-16

S

Fragen am Anfang und Ende des Lebens � Einführung in die medizinische Ethik (mit Umsetzungen für Religions- und fächerübergreifenden Unterricht)

Zielgruppe: Alle Interessierten

Arbeitsaufwand/Woche: 2 h

Leistungsnachweis: Seminarschein (Religionspädagogik, Diakoniewissenschaft), EPG Schein

Beginn: Mo, 11.04.2005

Die Medizin hat durch ihre enormen Fortschritte in eine Reihe von Dilemmasituationen geführt. Daher wird seit Jahren verstärkt der Ruf nach Ethik auf diesem Gebiet laut: Wann beginnt menschliches Leben? Vor welche ethischen Fragen stellen uns die heutigen medizinischen Möglichkeiten der Befruchtung außerhalb des Mutterleibes? Wie ist die �Präimplantationsdiagnostik� zu bewerten? Bestehen moralisch relevante Unterschiede zum Schwangerschaftsabbruch nach Pränataldiagnostik? Sind wir auf dem Weg zum "Menschen nach Maß"? Ist auf der anderen Seite der Wunsch nach neuen Möglichkeiten der Heilung oder Vermeidung schwerer Krankheiten nicht legitim? Dürfen wir alles, was wir können? Darf ich etwa am Ende des Lebens selbst über den Zeitpunkt meines Todes bestimmen? Wie �aktiv� sollen Ärzte Menschen beim Sterben helfen? Gibt es einen ethisch relevanten Unterschied zwischen dem Abschalten der Geräte und einer tödlichen Spritze? Was nützt ein �Patiententestament�?

Schwere Fragen im Grenzgebiet von Medizin und Ethik, die uns alle betreffen. Im Seminar werden solche Fragen systematisch analysiert und bewertet. Dabei werden zunächst grundlegende ethische, medizinische und rechtliche Kenntnisse vermittelt, die Voraussetzung einer theologisch-ethischen Beurteilung der Entscheidungskonflikte sind. Immer wieder wird auch nach Umsetzungsmöglichkeiten der Themen in Diakonie, Schule und Gemeinde gefragt.

LITERATUR: Amelung, Eberhard (Hg.), Ethisches Denken in der Medizin. Ein Lehrbuch, Berlin et al. 1992; Irrgang, Bernhard, Grundriss der medizinischen Ethik, München 1995; Kress, Hartmut, Medizinische Ethik, Stuttgart 2003; Körtner, Ulrich, Unverfügbarkeit des Lebens? Grundfragen der Bioethik und der medizinischen Ethik, Neukirchen-Vluyn 2001.

 

 

Goder-Fahlbusch

Karl 2

Mi 16-20, 14tägig

Ü

Einführung in die Management-Praxis in sozialen Organisationen

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Studierende des Aufbaustudiengangs Diakoniewissenschaft, ist jedoch auch für Studierende anderer Studiengänge offen. Die Übung ist als Fortsetzungsveranstaltung der gleichnamigen Übung des WS 04/05 konzipiert, die Teilnahme und der Scheinerwerb sind jedoch auch für neu Hinzukommende möglich.

Arbeitsaufwand/Woche: 4 h

Leistungsnachweis: Übernahme und schriftliche Ausarbeitung eines Referats

Beginn: Mi, 13.04.2005

Ziel der Veranstaltung ist es, grundlegende Handlungskompetenzen im Bereich des Managements sozialer Organisationen zu vermitteln. Wir arbeiten auf der Grundlage des systemischen Denkens. Theorie und praktische Übungen zu verschiedenen Methoden und Techniken des Managements, z.B. Projektmanagement, Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Kommunikation, stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit und werden immer wieder mit dem Spezifischen diakonischen Managements in Bezug gesetzt.

LITERATUR: Eine ausführliche Literaturliste wird mit Beginn der Veranstaltung vorgelegt.

  

 

Oelschlägel

Karl 2

Do 16-18

Ü

Entwicklung der Bahnhofsmission in Geschichte und Gegenwart (Diakonie II)

Zielgruppe: alle Interessierten

Leistungsnachweis: Referat (schriftlich ausgearbeitet)

Beginn: Do, 14.04.2005

Bahnhöfe sind nicht nur Verkehrsknotenpunkte und Durchgangsstationen, sie prägen auch den sozialen Raum um sie herum. Wie in einem Brennglas bündeln sich an ihnen die Zustände einer Gesellschaft. Durch die Geschichte hindurch wurden hier aktuelle soziale Herausforderungen deutlich (Reisebewegungen, Arbeitssuchbewegungen, Landflucht, Verstädterung, Krieg, Vertreibung, Durch- und Zuwanderung u.a.). Seit über 100 Jahren versucht die Bahnhofsmission, Kirche und engagiertes Christentum am Ort der Mobilität und der Verkehrsknotenpunkte zu leben. Sie kann geradezu als eine paradigmatische Institutionalisierung von diakonisch-sozialem Handeln im städtischen Kontext betrachtet werden.

Wir werden die historische Entwicklung der Bahnhofsmission in Deutschland untersuchen und ihre heutige Arbeit kennen lernen. Zudem werden wir uns vor Ort über aktuelle Probleme und Entwicklungen informieren. Im Hintergrund soll dabei die Frage stehen, inwiefern das diakonische Konzept der Bahnhofsmission auch für die zukünftige Ausprägung anderer diakonischer Tätigkeiten von Bedeutung sein kann.

LITERATUR: Nikles, Bruno W., Soziale Hilfe am Bahnhof. Zur Geschichte der Bahnhofsmissionen in Deutschland (1894-1960), Freiburg 1994; Reusch, Wolfgang, Bahnhofsmission in Deutschland. Sozialwissenschaftliche Analyse einer diakonisch-caritativen Einrichtung im sozialen Wandel, Frankfurt a.M. 1988; Zitt, Renate, Diakonisch-soziales Handeln im städtischen Kontext am Beispiel der Bahnhofsmission, in: Schmidt, Heinz/Zitt, Renate (Hgg.), Diakonie in der Stadt, Stuttgart 2003, 70-88.

  

 

Oelschlägel

Karl Zi. 101

n.V.

Praktikum

Begleitung und Auswertung des Diakoniepraktikums und des �Praxissemesters Diakonie�, insbes. für Theologiestudierende der Evang. Landeskirche in Baden

Zielgruppe: Studierende der Diakoniewissenschaft und Theologiestudierende, insbes. der Evang. Landeskirche in Baden

Leistungsnachweis: Praktikumsbericht bzw. Praxissemesterbericht

Beginn: n.V. (Sprechstunde Di 14-16 h)

Im Mittelpunkt dieser Begleitung steht die Beratung und Auswertung von Diakoniepraktika von der Auswahl der Praktikumsstelle bis zur gemeinsamen abschließenden Reflexion der Erfahrungen und ihrer theologischen Relevanz im hospitierten Tätigkeitsfeld. Als besonderes Angebot im Jahr 2005 wird auf die Möglichkeit hingewiesen, im Rahmen des diakonischen Gemeindeaufbaus der Kapellengemeinde in der Plöck ein Diakoniepraktikum durchzuführen. � Bei genügend großer TeilnehmerIn­nenzahl wird im Anschluss an die Praktika ein gemeinsamer Auswertungstag veranstaltet (Termin in der letzten vorlesungsfreien Woche vor Beginn der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2005/06).

InteressentInnen vereinbaren bitte einen Beratungstermin.

  

Dr. Eurich

Karl Zi. 102

n.V.

Praxisprojekt

Besprechung von Praxisprojekten im Rahmen des diakoniewissenschaftlichen Studiums

Zielgruppe: Alle Interessierten

Arbeitsaufwand/Woche: 2-4 h

Leistungsnachweis: Praxisprojektbericht

Vorhaben von Praxisprojekten werden besprochen, ggf. vermittelt und begleitet. Diese können mit anderen Lehrveranstaltungen bzw. Handlungsfeldern diakonischer Praxis in Verbindung stehen. Erste Informationen sind als Merkblatt �Praxisprojekt� im DWI erhältlich. Es besteht zugleich die Möglichkeit der Studienberatung am DWI.

  

Prof. Schmidt/Dr. Herrmann / Dr. Eurich / Oelschlägel

Karl 2

Mi 13-15

Ko

Kolloquium für AbsolventInnen und DiplomandInnen

Zielgruppe: Studierende der diakoniewissenschaftlichen Studiengänge

Beginn: Mi, 13.04.2005

Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, AbsolventInnen und DiplomandInnen am DWI die Gelegenheit zu geben, ihre Abschluss- und Diplomarbeitsprojekte nach Intention, Zielsetzung, Themenstellung und Methodik vorzustellen und zu diskutieren. Zugelassen sind alle Studierenden des DWI, die ihre Abschluss- bzw. Diplomarbeiten planen, entwerfen oder ausgestalten.

  

Proff. Schmidt/Strohm /Thierfelder /Dr. Eurich

Karl 2

n.V.

Ko

Kolloquium für DoktorandInnen

Zielgruppe: Studierende der diakoniewissenschaftlichen Studiengänge

Beginn: n.V.

Das Kolloquium für Doktorandinnen und Doktoranden der Diakoniewissenschaft bietet die Gelegenheit, Konzeptionen und Methodik der Dissertation darzustellen und ins Gespräch zu bringen. Wir wollen die Kommunikation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fördern und uns gegenseitig beraten. Die Themen umfassen das gesamte Spektrum der Diakoniewissenschaft.

 

Prof. Schmidt

Montpellier

6.-9. Juni 2005

Ex

Diakoniewissenschaftliche Exkursion nach Montpellier zur équipe de recherche der Theologischen Fakultät Montpellier/Frankreich und weiteren diakonischen Einrichtungen

Zielgruppe: alle Interessierten

Teilnahmevoraussetzungen: Besuch der Vorbereitungs- und Auswertungssitzungen (s. Aushang im DWI)

Leistungsnachweis: Bericht, Hausarbeit

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 19.06.2008