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Heika Zuschnitt

Technikkompatibilität von Netzwerken in der ambulanten Pflege von Menschen mit Demenz

In den nächsten Jahrzehnten wird der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung stark zunehmen („demographischer Wandel“). Gleichzeitig wird die Lebenserwartung innerhalb der nächsten 50 Jahre um sieben bis 11 Jahre zunehmen. Somit erhöht sich mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, pflege- und/oder hilfsbedürftig zu werden. Im Jahr 2011 waren in Deutschland bereits 2,5 Mio. Menschen betreuungs- und pflegebedürftig. Davon wurden mehr als zwei Drittel von Angehörigen zu Hause und ambulanten Pflegediensten versorgt. Zudem leiden allein in Deutschland etwa 1,2 Mio. Menschen an einer leichten bis schweren Demenz. Ihre Zahl soll sich bis 2050 verdoppeln. In Pflegeheimen leiden bereits heute 69% der Bewohner an einer Demenz. Dies stellt die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen vor erhebliche Herausforderungen.

 

Ansätze, mit diesen Herausforderungen umzugehen, sind zum einen die Tendenz zu Netzwerkbildung in der ambulanten Pflege, bei der auf horizontaler und vertikaler Vernetzungsebene die unterschiedlichsten Akteure zusammenarbeiten, um bestmögliche Leistungen bei gleichzeitiger Einbindung von breiter Expertise und guter Ausnutzung von Ressourcen zu erzielen, zum anderen der Einsatz von technischen Innovationen besonders in der Pflege von Menschen mit Demenz, um ihnen eine maßgeschneiderte Pflege zu ermöglichen, die gleichzeitig eine Entlastung der in der Pflege Involvierten darstellt.

 

Das Projekt will die Herausforderungen, vor denen beide Ansätze stehen, untersuchen, erfolgskritische Faktoren für Netzwerkbildung und den Einsatz von innovativer Technik in der Pflege besonders von Menschen mit Demenz identifizieren und Empfehlungen formulieren für eine erfolgsversprechende Arbeit in diesem Bereich.

Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  und wird im Rahmen der HEiKA-Initiative der Universität Heidelberg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gefördert.

 
Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 20.04.2016
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