DWI-Institutsabend Im Sommersemester 2026 in der Ev. Kapellengemeinde Heidelberg
Am Montag, den 4. Mai, fand in der Heidelberger Diakoniekirche der Institutsabend des Diakoniewissenschaftlichen Instituts der Universität Heidelberg im Sommersemester 2026 statt. Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema Organisationsentwicklung – insbesondere die Frage, wie Organisationen in herausfordernden Zeiten bestehen können.
Rund 70 bis 80 interessierte Zuhörer:innen waren gekommen. Institutsleiter Prof. Dr. Johannes begrüßte die Gäste vor vollem Haus und gab einen Einblick in aktuelle Diskurse der Diakoniewissenschaft.

Den Hauptvortrag hielt Florian Barth, Pfarrer der gastgebenden Ev. Kapellengemeinde und Diakoniepfarrer der Ev. Kirche in Heidelberg. Florian Barth wurde kürzlich am Partner-Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Universität Bielefeld in Bethel mit einer Arbeit über Die gesunde Organisation. Ein Modell auf Basis von Urteilskraft und -prinzipien promoviert.
In seinem Beitrag stellte er zentrale Merkmale gesunder Organisationen vor: Vulnerabilität, Resilienz und Ambiguitätstoleranz. Diese Merkmale ermöglichen es Organisationen, mit Unsicherheiten und unerwarteten Ereignissen konstruktiv umzugehen.

Darüber hinaus präsentierte Barth Ansätze seiner Forschungsarbeit zur organisationalen Ethik. Dabei überträgt er den aus der Bioethik bekannten Prinziplismus (nach Beauchamp und Childress) auf Organisationen. Sein Modell der „gesunden Organisation“ versteht sich als Konfliktmodell, das eine adaptive Ethik einschließt und Organisationen befähigt, sich schrittweise weiterzuentwickeln, um langfristig verlässlich handeln zu können.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Mehrere Besucher:innen äußerten den Wunsch, den vorgestellten Ansatz künftig interdisziplinär weiterzuführen und zu vertiefen. Der Institutsabend wurde aufgezeichnet und kann unter folgendem Link aufgerufen werden: https://www.youtube.com/live/afdqdSjhOnQ 
