In der Reihe 'Veröffentlichungen des DWI'

Vdwi11Band 11: KLAUS MÜLLER, Diakonie im Dialog mit dem Judentum. Eine Studie zu den Grundlagen sozialer Verantwortung im jüdisch-christlichen Gespräch,

Heidelberg 1999. 553 S. Kart., ISBN : 978-3-8253-7071-8, 25 €


         

In der Frage nach den theologischen Grundlagen der Diakonie begibt sich diese Studie vorbehaltlos in das Gespräch mit den klassischen jüdischen Traditionen sozialer Verantwortung. Es schälen sich zwei Grundbegriffe heraus: gemilut chassadim ist der Erweis von Barmherzigkeit im Sinne einer Eröffnung von Lebensmöglichkeiten um ihrer selbst willen; tsedaqa meint das Tun des Gerechten im Sinne eines verbindlichen und verläßlichen Eintretens für das Lebensrecht des Mitmenschen.
Aus der traditionsgeschichtlichen Einbindung des Diakoniebegriffes in diese beiden jüdischen Grundaspekte erwächst der Kirche die Aufgabe, ihre soziale Praxis als eine Diakonie im Kraftfeld von Erbarmen und Recht neu wahrzunehmen.
Insofern sich die Traditionen der Barmherzigkeits- und Gerechtigkeitserweise auf das Sabbatmotiv hin und von ihm her interpretieren lassen, gewinnt auch die Diakonie ihre Zielbestimmung in einer Partizipation des Menschen am Sabbat Gottes.

Der Autor: KLAUS MÜLLER, Jg. 1955, Dr.theol. und Magister in Jüdischen Studien, 1991-1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Diakoniewissenschaftlichen Institut in Heidelberg, Pfarrer der Badischen Landeskirche, seit 1997 Privatdozent für Praktische Theologie an der Heidelberger Theologischen Fakultät.

 

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Letzte Änderung: 23.03.2015